Was ich hass´

„Bang Bang, I shot you down“

„Was beim Friseur der Kamm ist, ist bei uns die Waffe“, sagt ein Berliner Polizeiausbilder. Er bringt den Polizisten in der Ausbildung und später beim Schießtraining bei, dass sie ihre Dienstwaffe früher ziehen sollen, erklärt er. Damit liege er auf der offiziellen Linie der Berliner Polizei, die der „Chancenverbesserung“ für die Polizisten diene. Doch es geht nicht nur um brenzlige Situationen, etwa wenn die Polizisten es mit Gewalttätern zu tun haben, sondern auch um Routinedinge wie Fahrzeugkontrollen.

„25 Jahre Testosteron in Leverkusen“

Es sinkt für Sie …
Und wem das noch nicht reicht: weitere Highlights unter folgendem Link oder direkt in der Schinkenstraße. Muss ne hammergeile Party gewesen sein …

„Toi Toi Toi“

Ich bin großer Fan von Online-Umfragen. Insbesondere dann, wenn sie repräsentiver nicht sein könnten. So auch im Fall der Stadionwelt-Umfrage „Welche Fanszene malt/sprayt/klebt am schönsten?“. Über Sinn und Unsinn einer solchen Umfrage lasse ich mich gar nicht erst aus, das führt zu nichts. Aber das Ergebnis ist schon spannend. Hansa auf Eins, alles gut. Stimmt! Aber dann: Nürnberg?! Welcher Clubfan hatte denn da Angst beim Online-Schwanzvergleich den Kürzeren (Wortspiel? sic!) zu ziehen? Es gibt in meinen Augen kaum eine mit weniger Talent ausgestattete Fanszene, die sich, weil es offenbar sein muss, im Metier Graffiti und Streetart bewegt. Dass die Nürnberger ihre Heldentaten auch noch dokumentieren und online zur Schau stellen, macht das ganz nicht weniger amüsant. Glaubt mir, es gab schon einfachere Aufgaben, als hier eine Auswahl dieser Meisterwerke zeitgenössischer Kunst auszuwählen. Here we go:

Die komplette Dröhnung gibt es direkt bei Faszination Nordkurve. An Tags und Aufkleber habe ich mich noch nicht rangetraut, da schlummern bestimmt auch noch einige Kracher. Total beglubbt! Oder handelt es sich tatsächlich um eine Fürther Satireseite? Sicher bin ich mir nicht!

„Bonjour tristesse“

Von Beginn an waren Graffiti Teil der Gezi-Park-Proteste des vergangenen Sommers. Die Demonstranten zeichnen Pinguine, als der Fernsehsender CNN Türk statt der Proteste eine Dokumentation über Pinguine zeigt. Sie schreiben IP-Adressen auf die Wände, mit denen sich die Twitter-Zensur umgehen lässt. Die Graffiti zeigen die Wut der Menschen, aber auch ihren Humor. Jeden Morgen sind neue Botschaften zu lesen – bis heute.

Zensur mit Pinsel und Farbe: In Istanbul lässt die Stadtverwaltung regierungskritische Graffiti überdecken. Die Wände der Stadt sind nun voller übermalter Flächen. Istanbuil – Shades of grey hat sie in einer Fotoserie dokumentiert. Sikdir lan!

„Rückwärtsgewandte Orientierung“

Deutsche Fahnen bei Sportereignissen, Party-Patrioten, Stolz aufs Vaterland – ist das alles tatsächlich völlig harmlos? Haben die Deutschen endlich, nach langen Jahren historisch begründeter Verkrampfung, ein, wie etliche Politiker und Journalisten immer wieder betonten, „unverkrampftes Verhältnis“ zu ihrem Vaterland entwickelt?

Die Süddeutsche kann es deutlich besser, als durch Frau Schönau zuletzt gezeigt.