Archiv für Mai 2014

„Rückwärtsgewandte Orientierung“

Deutsche Fahnen bei Sportereignissen, Party-Patrioten, Stolz aufs Vaterland – ist das alles tatsächlich völlig harmlos? Haben die Deutschen endlich, nach langen Jahren historisch begründeter Verkrampfung, ein, wie etliche Politiker und Journalisten immer wieder betonten, „unverkrampftes Verhältnis“ zu ihrem Vaterland entwickelt?

Die Süddeutsche kann es deutlich besser, als durch Frau Schönau zuletzt gezeigt.

„Scheiß Bullen!“

Bullen, das sind sind männliche Rinder, Polizisten, risikofreudige Börsenmakler und die Fußballer von RB Leipzig. Die Roten Bullen, wie sie sich selbst nennen, haben kürzlich den Aufstieg in die Zweite Liga mit reichlich Zuckerwasser begossen. Eine Marketingabteilung aus Profikickern, im Namen der Dose

Ich gebe es ja zu. Es ist so einfach Red Bull und noch viel mehr dessen Fußball“verein“ scheiße zu finden. Zu sehr verkörpert dieser den Inbegriff allen Übels, hinlänglich bekannt als moderner Fußball. Und solange das so bleibt, haben derartige Texte über die Bullen ihre Daseinsberechtigung.

„Von Griechenland lernen“

„Copy kills Ultra“

„Paderboring“

Der Aufstieg des SC Paderborn irritiert viele Fußballfans. Was soll man davon halten, in Zeiten, in denen die Vereine in Gut (Tradition) und Böse (Plastik) unterteilt werden? Der SCP ist kein Club aus der Retorte, kein hochgezüchteter Zombie, kein alter Bekannter, er hat kaum Rivalen, keine Freunde, kaum Tradition. Der 53. Bundesligist der Geschichte ist als Provinzverein scheinbar ein Vakuum an Bedeutung.

Laaaaaaaangweilig!