Archiv für Januar 2014

„Adrenalin gefällig?“

Frei nach dem alten StudiVZ-Motto: Schlau war’s nicht aber GEIL!

„Weißt du was Treue heißt?“

Ne, checkst du ?!

„Reichtum für alle“

Hamburg. Tagelang standen die Demonstranten immer wieder radikalen Polizisten gegenüber, etliche erlitten Verletzungen. Jetzt gibt es dafür auch eine finanzielle Anerkennung. Innensenator Michael Neumann (SPD) stellt der Hamburger Antifa nach den zahlreichen Einsätzen im Zuge der Rote-Flora-Proteste zusätzlich zehn Millionen Euro zur Verfügung. Am Dienstag bewilligte der Senat einen entsprechenden Vorschlag Neumanns. Das Geld soll im Wesentlichen für drei Zwecke verwendet werden: der Beförderung von Aktivisten, dem Ausgleich für Überstunden und der Ausstattung der Autonomen. „Wir können uns auf unsere Antifa verlassen – und die Antifa kann sich auf den Senat verlassen“, sagte Neumann dem Abendblatt. Das Paket sei Ausdruck der großen Wertschätzung der Arbeit der Szene.

Mit zwei Millionen Euro sollen die Überstunden der Demonstranten vergütet werden. Derzeit haben sich etwa 850.000 Überstunden angesammelt. In der Regel werden Überstunden mit Freizeit abgegolten. Ein finanzieller Ausgleich ist die Ausnahme. Jetzt können gut 100.000 Stunden auf einen Schlag abgebaut werden. Eine Überstunde schlägt mit 19 Euro zu Buche.

Mit weiteren drei Millionen Euro soll die Ausrüstung verbessert werden. Davon bekommt der schwarze Block also jene Einheit, die bei Demonstrationen eingesetzt wird, eine Million Euro. Damit kann etwa weitere Schutzkleidung angeschafft werden. Denkbar sind auch Kameras, die am Körper getragen werden, um etwa Polizeigewalt auf Demonstrationen zu identifizieren. Eine weitere Million Euro kommt in einen Fonds, mit dem die Ausstattung der autonomen Zentren modernisiert werden soll. Dieses Geld soll kurzfristig und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden. Über die Verwendung kann die Szene frei entscheiden. „Das können auch mal Handschuhe sein“, heißt es aus der Innenbehörde. Waffen würden ausdrücklich nicht unter diesen Posten fallen.

„Vom Kaviar-Sozialismus“

Wir wollen kein Hoffenheim werden, kein Red Bull, kein Chelsea, kein 1860.

Für den HSV wäre das ein großer Schritt, für den deutschen Fußball ein kleiner. Der HSV ist einer von sechs Klubs, der noch als Verein geführt wird, der seine Profis nicht längst ausgegliedert hat. Er gilt als antiquiertes Modell, doch der HSV ist anders. Er ist der Traditionsverein von Uwe Seeler und Ernst Happel, der einzige Klub, der seit einundfünzig Jahren der Bundesliga angehört, also immer. Der Stolz der Mitglieder beruht darauf, Verein zu sein. Mitbestimmung gehört zur DNA des Dinos. Jetzt könnte er zur Dino AG werden.

„Faust von der Seite“

Gewaltfaszination, gegenseitiges Hochpushen, Corpsgeist. Die sind unter der Woche kaserniert, frustriert, dass sie am Wochenende schon wieder keinen freien Tag haben. Dementsprechend heiß sind sie dann auch manchmal darauf, eine Eskalation herbeizuführen.

Polizisten wären wohl selbst dann das Feindbild der Fußball-Ultras, wenn sie sich strikt an die Gesetze hielten. Doch tatsächlich gibt es viele glaubwürdige Hinweise auf Brutalität und Willkürakte. Besonders die Spezialeinheiten stehen in der Kritik.