Archiv für März 2013

„Jetzt drehen sie durch“

„Pyrotechnik“ – für Kinder erlaubt, für Fans verboten. Während sie bei Kindergeburtstagen für große Augen sorgen, treiben sie dem Deutschen Fußball Bund (DFB) offenbar die Schweißperlen auf die Stirn: Wunderkerzen. Die Sternchensprüher sind ganzjährig im Handel erhältlich, zugelassen für Menschen ab drei Jahren – außer, sie betreten ein Fußballstadion. Denn der DFB stuft das Kinderfeuerwerk als „Pyrotechnik“ ein.

Die Tagesschau berichtet über den verfrühten Aprilscherz des DFB.

„Deutschlands frechster Sprayer“

Hamburg/Hannover – Er schleicht sich im Schutz der Nacht heran, getarnt mit dunkler Kleidung und Maske. Sein Opfer: ein ICE. Seine Waffe: eine Spraydose, mit der er eine teure Farbspur hinterlässt. Und er fühlt sich bei seinen Taten so sicher, dass er sich sogar fotografieren lässt! „Moses“ ist Deutschlands dreistester Sprayer. Vor allem in Hannover und Hamburg taucht sein Schriftzug an Zügen, Brücken, Mauern und Garagen auf – überall findet man das sogenannte „Tag“.Die Polizei jagt „Moses“ sogar mit einer eigenen Soko – bisher erfolglos. „Für Hamburg gehen wir von einem Einzeltäter aus“, sagt Polizist Jürgen Bramsiepe (57), der die „Soko Graffiti“ leitet. Doch wie viele Sprayer wirklich hinter der Graffiti-Gang „Moses & Taps“ stecken, ist unklar.

„Eine ganze Bewegung, mehr als zehn Leute“, vermutet Rechtsanwalt Dr. Patrick Gau (35) aus Dortmund (NRW). Er hat zwei Anhänger der „Moses“-Sprayer schon vor Gericht vertreten. Der Prozess endete mit Freispruch. Gegen einen anderen „Moses“ (30) laufen in Hannover zehn Verfahren wegen Sachbeschädigung. Und während die Polizei verzweifelt nach den Sprayern sucht, gibt ab und zu einer anonym ein Interview, zum Beispiel über ein besonderes „Moses“-Projekt: Es heißt „1000 Züge in 1000 Tagen“. Um so schnell so viele Waggons beschmieren zu können, soll sich „Moses“ sogar eine Bahncard besorgt haben. Ganz legal. Für „Moses“ ist das Besprühen von Zügen Kunst, es gibt sogar einen Bildband für 29,90 Euro. Doch legal ist das nicht. Bei Verurteilung drohen bis zu zweieinhalb Jahre Haft.

Die Bild-Zeitung, most-hated unter den hiesigen Medien, hetzt mal wieder gegen diesen Moses und verbreitet dabei Unmegen bislang unbekannter Details der Tathergänge. Für den größten Lacher sorgt aber das beigefügte Gimmik : „Ist ihr Kind ein Sprayer?“

„Ja watt denn?!“

1. FC Köln U21 – Rot-Weiss Essen

„Die verfassungsrechtliche Grenze“

Der Bundestag hat am Donnerstagabend die sogenannte Bestandsdatenauskunft beschlossen – beziehungsweise eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes, in der diese nun neu geregelt wird. Das bedeutet, dass Polizei und Geheimdienste künftig sehr persönliche Informationen von Mobiltelefonbesitzern abrufen dürfen und das automatisiert und ohne größere rechtliche Hürden.

Die dabei übersandten Informationen heißen zwar recht harmlos Bestandsdaten. Doch sind sie der Zugang zum Privatleben. Es werden nicht nur Name, Adresse und Kontoverbindung an die Polizei geschickt. Sondern auch die PIN des Handys, Passwörter von E-Mail-Postfächern und Diensten wie Dropbox und dynamische IP-Adressen. Mit denen lässt sich letztlich nachvollziehen, was der Handybesitzer im Netz getan hat.

Mehr zum Thema Bestandsdaten und der Gesetzgebung findet sich hier.

„Nicht mit uns!“

Die Kieler Supside ist außer sich. Und mit diesen Gefühlen, ja Emotionen, wurde eine Wutrede verfasst. Irgendwie unseriös…

Bis heute gingen wir augrund eigentlich positiver Gespräche mit dem Verein davon aus, dass sich die Dinge rund um die wegen der Ingewahrsamnahme in Flensburg ausgesprochenen Hausverbote in eine positive Richtung entwickeln. Doch jetzt erreichte uns folgendes Angebot: „Jeder einzelne Betroffene, der sich gegenüber dem Verein verpflichtet, den Rest der Saison nicht mehr auffällig zu werden, darf ab dem 01.04.2013 (also nach dem Spiel gegen Lübeck) wieder ins Stadion. Verstößt derjenige gegen die Abmachung (sprich: wird negativ auffällig), erhält er ein Stadionverbot von 2 Jahren.“
Das ist nichts anderes als Erpressung und öffnet der Willkür durch unseren Sicherheitschef und der Bullen Tür und Tor. Zunächst einmal sind die Betroffenen ja schon durch eine willkürliche Ingewahrsamnahme erst in diese Situation gekommen, denn vorgefallen ist rein gar nichts. Würde dieses Angebot angenommen werden, dann ist es für die Polizei ein Leichtes gezielt diese Betroffenen bei der kleinsten Kleinigkeit oder selbst, wenn nichts vorgefallen ist, einfach etwas vorzuwerfen und schon sind sie für zwei Jahre draußen. Und gerade bei unseren SKBs und FKBs, bei denen man das Gefühl hat, dass sie sich bei jedem ausgesprochenen SV einen von der Palme wedeln, kann man davon ausgehen, dass sie sich mit größter Freude irgendwelche Sachen gegen diese Leute ausdenken werden. Dieses Angebot kann aus rechtstaatlicher Sicht einfach nur ein Scherz sein. Ansonsten fordern wir Stadionverbot für Martin Zandeck und alle SKBs und FKBs, weil Erpressung eine echte Straftat ist!!!
Über unser weiteres Vorgehen werden wir euch informieren.