Archiv für Oktober 2012

„This is a tribute“

„Fühlt euch wie zu Hause!“

Wie die Ruhrnachrichten berichten, gelten für Fußballfans mal wieder andere Regeln und Gesetze. So dürfen aus Angst vor gewalttätigen Ausschreitungen Bahnreisende am Samstag in allen Regionalzügen auf den Strecken Rostock – Hamburg – Bremen – Wunstorf – Minden – Dortmund und in Gegenrichtung Dortmund – Minden – Hannover – Buchholz – Hamburg – Rostock keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen sowie weder Glasflaschen noch Pyrotechnik mitführen. Das Verbot gilt aus formalen Gründen für alle Reisenden auf diesen Strecken. Ein Glück lieben die Rostocker sowohl das WET als auch Züge im Allgemeinen und damit es auf den Straßen eskaliert, reicht ihnen ja auch etwas Speed und Koks. Falls es ganz ohne Alkohol nicht gehen sollte, fahren ja auch noch ICEs.

„Eine Art Kriegserklärung“

Damit sitzt die DFL in der Patsche. Die Klubs rebellieren. Dazu bekommt sie Druck aus der Politik. Die Profiklubs würden mit ihrer Skepsis „die falschen Signale an ihre Fans“ aussenden, meinte Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU). „Geredet ist nun genug. Jetzt müssen Taten folgen.

Gernot Stenger, der Vize-Präsident des FC St. Pauli trat aus der Sicherheitskommission der DFL aus. Wahrscheinlich auf Druck der eigenen Fans, die das Papier von Grund auf ablehnen. Laut kicker wollten auch das Vorstandsmitglied des VfL Bochum und der Organisationschef des VfB Stuttgart die Kommission verlassen.

Immer mehr Medien greifen die Debatte rund um das DFB-Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ auf. Während die DFL-Offiziellen vom finalen Schlag gegen Ultras träumen, regt sich nun nicht nur auf Fanseite Widerstand. Die Fußballklubs rebellieren titelt die Zeit, die DFL kämpft um ihr Konzept berichtet die FAZ. In ungewohnt sachlicher und objektiver Art und Weise wird dabei die Vorgehensweise des Verbandes hinterfragt und über den Sinn und Unsinn des Maßnahmenkataloges gestritten. Endlich mal eine inhaltliche Auseinandersetzung, wobei die Kritik der Vereine den Stein sicherlich erst ins Rollen gebracht hat. Umso erfreulicher, dass die jahrelange Arbeit und der Nachdruck der aktiven Fans mittlerweile Früchte trägt.

„Sicherheit im Straßenverkehr“

Allesnurgeklaut ist mit Sicherheit kein Freund von Radarfallen, aber wenn der Sucher der Laserpistole diese Zahlen hervorbringt, geht das schon mal klar.

„Der Domino-Effekt“

Nach Union Berlin, St. Pauli und Hertha BSC haben nun fünf weitere Vereine das Konzeptpapier des DFB abgelehnt. Weiter so!

1. FC Köln:

Aber eine zwingende Verpflichtung der Vereine und Fangruppen auf bestimmte sanktionsbewährte Inhalte – wie sie in dem DFL-Papier gefordert werden – entspricht nicht dem vom FC vertretenen Dialogverständnis auf Augenhöhe zwischen Fans und Verein.

FC Augsburg:

Trotzdem betrachtet der FC Augsburg das Sicherheitspapier in seiner Gesamtheit als so nicht ausreichend und stimmt als Gesamtpaket nicht zu. Der FCA sieht hier vielmehr noch Gesprächsbedarf und betont, dass der Dialog mit Fans, Verbänden und Behörden der richtige Weg ist und dieser fortgesetzt werden muss.

Fortuna Düsseldorf:

Nicht nur dadurch gibt der Verein Fortuna Düsseldorf ein klares Bekenntnis für seine und grundsätzlich für die einmalige Fankultur in deutschen Stadien ab, welche erst ein Stadionerlebnis ausmacht!

VfL Wolfsburg:

Vielmehr wird den Vereinen nunmehr nach der überraschenden Präsentation des Kodexes auf der Sicherheitskonferenz in Berlin erneut ein fertiges Ergebnis präsentiert, an dessen Entstehung lediglich ein kleiner Kreis ausgewählter Vereinsvertreter beteiligt war, ohne dass hier ein transparentes Verfahren erkennbar wäre. Für viel gravierender erachten wir allerdings die Tatsache, dass dieses Konzept komplett ohne Einbindung der Fans entstanden ist.

1860 München:

Wir sehen das Positionspapier als Diskussionsentwurf, das zum jetzigen Zeitpunkt weder Zustimmung noch Ablehnung verlangt.