Archiv für September 2012

„1984 is now“

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz, Alexander Dix, hat seinen Prüfbericht vorgelegt. Aus dem geht hervor, dass es offenbar Alltag für Ermittler ist, im Rahmen der sogenannten Funkzellenabfrage Handydaten zu erfassen, um Straftaten zu verfolgen. Allerdings haben Polizei und Staatsanwälte dabei nicht nur Zugriff auf die Daten Verdächtiger, sondern auch auf die von Unbeteiligten.

Der Zeit-Artikel „Handyüberwachung ist Alltag – und oft rechtswidrig“ verdeutlicht ganz gut, wie die Realität heutzutage aussieht. Zieht eure eigenen Schlüsse daraus!

„Im Schwarm“

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel erklärt in der aktuellen Ausgabe (Nr. 39/24.9.12) die Ultra-Szene in Köln rund um die aktiven Gruppen. Auf der einen Seite wird der Kontakt zu den Ultras gesucht und eine investigative, objektive Berichterstattung suggeriert, um dann im nächsten Atemzug nur so mit Polemik und Vorurteilen um sich zu schmeißen. Schade, ich hatte mir mehr erhofft, als derartige Klolektüre. Ein paar Zitate wollte ich dennoch nicht vorenthalten:

Ultras verstehen sich als Avantgarde, schotten sich ab wie eine Geheimloge, eine Minderheit neigt zur Gewalt. Werden sie bald aus den Stadien verbannt? Bei kaum einem Verein treten sie so dominant auf wie beim 1. FC Köln.

Nach dem Spiel gegen München war Köln abgestiegen und die Angst vor den Ultras so groß, dass der Verteidiger Christian Eichner das Stadion im Auto seiner Eltern verließ: Er lag im Kofferraum. Unter den Spielern machte das Gerücht die Runde, die Ultras hätten eine Liste mit ihren Adressen.

Und, ganz ehrlich: Die Gesänge und die Leuchtraketen – ich finde das geil. Besser auf alle Fälle als so ein Theaterpublikum wie in Hoffenheim oder Wolfsburg“.

Lange sagt, vor dem Bayern-Spiel im Mai habe er erfahren, die Polizei müsse mit einem Platzsturm rechnen. Er habe dann ausrichten lassen, er werde seine Leute an der 16-Meter-Linie aufstellen. „Und wer bis dahin kommt, der fällt. Das ist wie bei der Kinder- und Hundeerziehung: Man muss Grenzen aufzeigen.“

„Das Island Manöver“

Aufgelöst in der ganzen Welt
Und Angst vor allem Fremden, wie soll denn sowas gehen?
Eingesperrt sind wir immer noch
Es beruhigt uns sogar, dass es so ist

„King Rock One“

Ach, so geht das! Einfach ein paar Details in die Buchstaben hauen. Das ist zwar nicht das Schwerste, aber es braucht auch ein bisschen Kreativität. Dann die Scheiße von davor einfach wegradieren.

„When nothing else matters“